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Core Web Vitals: die drei Metriken die Google rankt

Was die drei Core Web Vitals seit 2024 messen, welche Schwellwerte als "Good/Needs Improvement/Poor" gelten und wie Google sie ins Ranking einbezieht.

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Von Mateusz Viola

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Was Core Web Vitals sind

Core Web Vitals sind drei Metriken, mit denen Google die Nutzungserfahrung einer Webseite quantifiziert. Sie wurden 2020 eingeführt und sind seit Juni 2021 offizielles Ranking-Signal. Im März 2024 hat Google INP als dritte Core-Web-Vital eingeführt und FID damit abgelöst.

Die drei aktuellen Core Web Vitals

MetrikWas sie misstGoodNeeds ImprovementPoor
LCP - Largest Contentful PaintWann das größte sichtbare Element gerendert ist≤ 2,5 s2,5 - 4,0 s> 4,0 s
INP - Interaction to Next PaintVerzögerung zwischen Eingabe und nächster Bildschirmaktualisierung≤ 200 ms200 - 500 ms> 500 ms
CLS - Cumulative Layout ShiftWie stark sich Layout-Elemente während des Ladens verschieben≤ 0,10,1 - 0,25> 0,25

Wie Google die Werte erhebt

Wichtig zu verstehen: Im Search-Console-Bericht und im Ranking-Signal verwendet Google Field-Data aus dem Chrome User Experience Report (CrUX), nicht Lab-Werte aus Lighthouse. Field-Data sind anonymisierte echte Nutzungsdaten der letzten 28 Tage. Eine URL fällt in die Kategorie "Good", wenn das 75. Perzentil aller Nutzer-Messungen unter dem Good-Schwellwert liegt.

Das hat zwei Konsequenzen: erstens, deine Lighthouse-Werte können brilliant aussehen, während CrUX rot zeigt - etwa weil ein Drittel deiner Besucher auf Mobilgeräten mit schwacher Verbindung kommen. Zweitens, neue Optimierungen brauchen 28 Tage, bis sie sich in CrUX niederschlagen.

Welche Rolle Core Web Vitals fürs SEO spielen

Google hat mehrfach betont, dass Core Web Vitals ein Tie-Breaker sind, kein Hauptranking-Faktor. Wenn zwei Seiten inhaltlich gleichwertig sind, gewinnt die schnellere. Bei deutlich besseren Inhalten kann eine langsame Seite trotzdem führen. Für umkämpfte Keywords mit vielen ähnlichen Mitbewerbern können Core Web Vitals aber den Ausschlag geben.

Wichtiger als das Ranking-Signal ist oft der direkte UX-Effekt: schlechte Werte korrelieren mit hohen Bounce-Rates und niedrigen Conversions, weil Nutzer abspringen bevor die Seite überhaupt nutzbar ist.

Was kommt nach LCP, INP, CLS?

Auf dem Radar von Google stehen mehrere "experimentelle" Web Vitals, die irgendwann Core werden könnten:

  • TTFB - Time to First Byte (aktuell schon als Diagnostik dabei)
  • Smoothness - Misst die Frame-Stabilität bei Scroll-Animationen
  • Responsiveness - Erweiterte Variante von INP

Noch nicht ranking-relevant, aber lohnen sich im Auge zu behalten.